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Ratgeber · 7 Min. LesezeitAktualisiert Mai 2026

Die 25er-Regel erklärt — Ihre FI-Zahl und wie Sie sie tatsächlich erreichen

Multiplizieren Sie Ihre Jahresausgaben mit 25, um Ihre Rentenzahl zu finden. Die Mathematik, die Annahmen und die praktischen Anpassungen für den Frühruhestand.

Schlüsselbegriff
25er-Regel
Rentenplanungs-Abkürzung: benötigtes Portfolio = Jahresausgaben × 25. Abgeleitet aus der 4-%-Sicherheits-Entnahmerate.
Beispiel: 50.000 €/Jahr Ausgaben erfordern 1.250.000 € Portfolio.
Schlüsselbegriff
4-%-sichere Entnahmerate
Maximaler Prozentsatz eines Portfolios, der jährlich entnommen werden kann (inflationsbereinigt) für 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit, nicht zu enden. Aus der Trinity-Studie (1998).
Schlüsselbegriff
FI-Zahl
Financial Independence — die Portfoliogröße, ab der Arbeit optional wird, weil Investitionen die Jahresausgaben unbegrenzt decken.

Die 25er-Regel ist die einfachste Rentenplanungs-Abkürzung, die je erfunden wurde. Multiplizieren Sie Ihre Jahresausgaben mit 25, und das ist die Portfoliogröße, die Sie zum Ruhestand benötigen. Sie funktioniert wegen der 4-%-sicheren Entnahmerate (1/25 = 4 %) — der empirisch getesteten Rate, bei der ein ausgewogenes Portfolio inflationsbereinigte Entnahmen über 30 Jahre tragen kann.

Die Grundmathematik

Jahresausgaben → mit 25 multiplizieren → das ist Ihre FI-Zahl. 30.000 €/Jahr = 750K. 50.000 €/Jahr = 1,25 Mio. 80.000 €/Jahr = 2 Mio. 120.000 €/Jahr = 3 Mio. Die Zahl hängt vollständig von Ihren Ausgaben ab, nicht von Ihrem Einkommen.

Woher die 4 % kommen

1998 testeten drei Trinity-Professoren das Portfolio-Überleben über jeden 30-jährigen Zeitraum der US-Marktgeschichte. Ein 50/50 Aktien/Anleihen-Portfolio mit 4 % Entnahme (inflationsbereinigt) überlebte in 95 %+ der Zeiträume.

Anpassung für den Frühruhestand

Die 4-%-Regel wurde für 30-jährige Ruhestände getestet. Wenn Sie mit 45 in Rente gehen und 40-50 Jahre Entnahmen benötigen, wird 4 % riskant. Forscher empfehlen 3,25-3,5 % — Multiplikator von 28-31×.

Deutsche Anpassung: gesetzliche Rente einrechnen

Die deutsche gesetzliche Rente deckt für die meisten ~50-65 % der vorletzten Nettogehalts. Bei einem Rentenbedarf von 50.000 €/Jahr und 25.000 € gesetzlicher Rente brauchen Sie nur 25 × 25.000 € = 625K € Portfolio statt 1,25 Mio. €.

Wie die Regel praktisch anwenden

(1) Verfolgen Sie 6 Monate jede Ausgabe. (2) Multiplizieren Sie den Jahresdurchschnitt mit 25 (oder 28-30 für Frühruhestand). (3) Ziehen Sie garantierte Einkünfte ab (gesetzliche Rente, Mieteinnahmen). (4) Verwenden Sie einen Zinseszins-Rechner um zu projizieren, wann Ihre Sparrate Sie dorthin bringt.

Der versteckte Hebel: Ausgaben

5.000 € Jahresausgaben zu kürzen ist nicht nur 5K € gespart — es reduziert Ihre FI-Zahl um 125.000 € (bei 25×). Lifestyle-Inflation von 5K €/Jahr verschiebt das Ziel um 125.000 €. Deshalb verzinst sich Sparsamkeit.

Häufige Fragen

Wie zähle ich die gesetzliche Rente in der 25er-Berechnung?

+
Behandeln Sie die erwartete gesetzliche Rente als Ausgleich Ihrer Jahresausgaben. Wenn Sie 50.000 €/Jahr ausgeben und die Rente 25.000 € deckt, brauchen Sie nur 25 × 25.000 € = 625K € aus Ihrem Portfolio.

Funktioniert die 4-%-Regel bei Renten unter 30 Jahren?

+
Ja — wenn überhaupt zuverlässiger. Kürzere Ruhestände sind einfacher für das Portfolio-Überleben. Bei längeren senken Sie auf 3,25-3,5 % für den Frühruhestand.

Wie projiziere ich, wann ich meine FI-Zahl erreiche?

+
Verwenden Sie einen Zinseszins-Rechner: Geben Sie aktuelles Portfolio als Ausgangsbetrag ein, monatlichen Beitrag als Ihre Sparrate, 7 % als reale Rendite, und finden Sie die Jahresspalte, in der Saldo = Ihre FI-Zahl.
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